6. Swiss IT-Enterprise Architecture Management (EAM)-Tagung 2026
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- Neue Wege in der Enterprise Architecture Transformation:
wie AI, Data & Analytics zum Key Enabler für EAM werden - Insights: EAM Capabilities im Swiss Financial Sector
- KI-gestütztes EAM für missionskritische Einsätze
- GenAI-Architekturen & Legacy Modernisierung
- EA Governance & EAM Value
- Architektur Inventare & regulatorische Anforderungen
- Best Practices: Julius Bär Bank, Swisscom, SIX Group, ZKB
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Zum Geleit
Das Swiss Enterprise Architecture Management (EAM) Forum 2026 ist der zentrale Treffpunkt für die führenden Köpfe im Bereich der Unternehmensarchitektur in der Schweiz. In einer Zeit rasanter technologischer Fortschritte sind Enterprise-Architekten unverzichtbar. Sie bauen Brücken zwischen Geschäftsstrategien und IT-Lösungen und sorgen dafür, dass Unternehmen agil, sicher und zukunftsfähig bleiben – und zwar auf höchstem Niveau.
Enterprise Architecture (EA) ist das Rückgrat moderner Unternehmen. Sie ermöglicht es, Geschäftsziele effizient zu erreichen, Innovationen voranzutreiben und sich schnell an Marktveränderungen anzupassen. Damit ist sie für jedes moderne Unternehmen unverzichtbar. EA bietet die Struktur und die Werkzeuge, um selbst komplexe IT-Umgebungen zu verwalten und sicherzustellen, dass alle Systeme und Prozesse nahtlos zusammenarbeiten – und zwar so, wie es sein muss.
In diesem Jahr steht der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelpunkt, um die Arbeit der Enterprise-Architekten zu unterstützen. KI revolutioniert die Datenanalyse, Entscheidungsfindung und Systemoptimierung. Ein weiteres zentrales Thema ist die Ablösung von Legacy-Systemen, unterstützt durch KI, sowie agile Architekturen und die Sicherheit und Resilienz von IT-Landschaften.
Die Konferenz unterstreicht die zentrale Rolle der Unternehmensarchitektur bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen und resilienten IT-Landschaft. Der EAM Award ehrt die herausragenden Projekte in D-A-CH in diesem Bereich . Mehr dazu auf www.conect.at/eam-award-2026 Einreichungen bis 1. März 2026.
Nutzen Sie die Gelegenheit zur Vernetzung und zum Austausch mit Fachkollegen. Melden Sie sich noch heute an und gestalten Sie die Zukunft der Enterprise-Architektur aktiv mit.
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Zielgruppe
Head of EAM, IT-Leitung, CIOs und CDOs, IT-Enterprise-IT-Architekten, Application-Architekten, Data- Architekten, IT Management
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Programmkomitee
Claus Hintermeier (Zürcher Kantonalbank)
Andreas Pirkner (Erste Assetmanagement
Bettina Hainschink (CON•ECT Informunity)
Franz Sievers (Swisscom)
Jochen Seiner (BRZ)
Daniela Carmen Reimelt (Concordia Versicherungen)
Günther Krähan (Raiffeisen Bank International)
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Agenda
Markus Steinbrecher
Mit Agentic-AI verändern sich Organisationen fundamental, weg von Systemen die Schritte abarbeiten und hin zu Agenten, die Ziele verfolgen. Welche Fähigkeiten braucht EA, um dem gerecht zu werden?
Gritta Wolf
Der Aufbau und Einsatz von GenAI-basierten Lösungen hat mittlerweile einen Reifegrad erreicht, bei dem ein Einsatz im Bankenumfeld bedenkenlos möglich ist. In diesem Vortrag wird der Aufbau einer GenAI-Plattform kurz umrissen, sowie mögliche Anwendungsfälle im EAM-Umfeld beschrieben und die Bewertung durch die Enterprise Architekten der Bank zusammengefasst.
David Baier
Die Modernisierung von RPG-Anwendungen stellt viele Unternehmen vor enorme Herausforderungen: unklare Projektaufwände, Wissensverlust durch ausscheidende Experten, steigende Kosten alter Plattformen und die Gefahr, dass die Zielarchitektur schon während der Umsetzung wieder veraltet. Klassische Migrationsansätze führen häufig zu langwierigen Projekten, die IT-Ressourcen binden und strategische Innovationen blockieren.
Mit dem AI Upcycler der Low-Code-Plattform von Thinkwise lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen. Am Beispiel einer RPG-Anwendung zeigt der Vortrag, wie Künstliche Intelligenz den Modernisierungsprozess beschleunigt und in wenigen Schritten eine moderne, modellbasierte Architektur schafft. Unternehmen können dadurch sehr schnell live gehen, Risiken minimieren und unmittelbar eine belastbare Basis für kontinuierliche Weiterentwicklung und Innovation schaffen.
Enterprise Architekten erhalten praxisnahe Learnings aus realen Projekten, darunter:
- Architekturimplikationen: Wie RPG-Logik automatisiert in eine zukunftsfähige Plattform überführt wird.
- Governance & Risiko: Wie frühe Go-Lives die Projektunsicherheit und den Widerstand im Management reduzieren.
- Integration & Weiterentwicklung: Wie neue Technologien und Funktionen nach der Transformation beschleunigt angebunden werden können.
- Nachhaltigkeit: Wie Organisationen verhindern, jemals wieder in eine Legacy-Sackgasse zu geraten.
So wird aus einem langwierigen Risiko ein schneller, sicherer und nachhaltiger Modernisierungspfad – mit unmittelbarem Mehrwert für Business und IT.
Horst Kargl Bob Hruska
Enterprise Architecture Management ist etabliert.
Frameworks wie TOGAF, Sprachen wie ArchiMate, ergänzt durch BPMN oder UML, helfen, Architekturen zu strukturieren und nutzbar zu machen.
Doch diese Ansätze stoßen an ihre Grenzen, wenn Architektur missionskritisch wird: wenn Entscheidungen unter Zeitdruck fallen und Auswirkungen über Fähigkeiten, Prozesse, Systeme und Organisationen hinweg nachvollziehbar sein müssen.
Genau hier kommen Frameworks ins Spiel und insbesondere das NATO Architecture Framework, NAFv4. Sie stammen aus dem militärischen Umfeld, sind aber längst im zivilen Kontext angekommen: bei kritischen Infrastrukturen, Behörden oder komplexen Transformationsvorhaben.
Der entscheidende Unterschied: NAFv4 beschreibt Architektur nicht nur strukturell, sondern zweckorientiert – und macht Wirkung und Abhängigkeiten explizit sichtbar.
Und genau hier treffen wir mit NAFv4 auf unser zweites Thema: Künstliche Intelligenz.
KI entfaltet ihren Mehrwert – ohne zu halluzinieren – dort, wo Daten strukturiert und semantisch klar sind – genau das liefern Architekturmodelle.
In unserem Vortrag zeigen wir, wie wir Modelle anhand von NAFv4 mit KI kombinieren.
Unsere KI heißt Genie ermöglicht einen natürlich-sprachigen Zugang zu Modellen – für mehr Stakeholder, ohne Modellierungssprache lesen und schreiben zu müssen. Genie funktioniert zwar mit vielen Modellierungssprachen, für diesen Vortrag haben wir uns aber bewusst für das NAFv4 entschieden, weil es zeigt, was Enterprise Architecture leisten kann, wenn es wirklich darauf ankommt.
Wenn Sie KI-gestütztes EAM in missionskritischen Kontexten erleben möchten, freuen wir uns, Sie bei unserem Vortrag auf den EAM Days 2026 zu sehen.
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Martin Sigg
Viele Unternehmen starten mit isolierten GenAI-Piloten. Doch wie skaliert man von einem Use-Case auf hundert, ohne eine unmanagebare »Shadow-AI« zu erzeugen? In diesem Vortrag zeige ich, wie wir eine zentrale AI Agent Platform aufgebaut haben, die auf offenen Standards wie dem Agent-2-Agent (A2A) Protokoll und dem Model Context Protocol (MCP) basiert. Lernen Sie, wie man eine Architektur gestaltet, die Wiederverwendbarkeit fördert, Vendor-Lock-in (z. B. durch Frameworks wie LangChain) vermeidet und Governance technisch erzwingt, statt nur zu dokumentieren.
Claus Hintermeier
Im Rahmen der laufenden Überlegungen zur Föderierung der EAM Capability der Bank wurde ein Benchmarking unter sechs der grössten Finanzinstitute der Schweiz durchgeführt, welches u. a. interessante Insights zur Rollenverteilung, zu Lieferobjekten und Inventaren zu Tage förderte. Für jeden, der sich mit der Anpassung des EAM Operating Models hinsichtlich Agilisierung oder auch zur Erhöhung der Resilienz der IT Gedanken macht, sind diese Insights von potenziellem Interesse.
Yves Rochat Franz Sievers
SAP LeanIX ist ein leistungsstarkes EAM-Tool, das Unternehmen bei der strukturierten Verwaltung ihrer Unternehmensarchitektur unterstützt. Um jedoch den vollen Mehrwert zu erzielen, braucht es ein klares Governance-Konzept, das definiert, welche Architekturartefakte wie gesteuert und gepflegt werden sollen.
In diesem Vortrag zeigen Dr. Yves Rochat und Dr. Franz Sievers, wie Swisscom dieses Konzept erfolgreich etabliert und durch zentrale Weiterentwicklungen im Jahr 2025 weiter geschärft hat. Zudem geben sie einen Ausblick auf die nächsten Schritte. Praxisnah werden die wichtigsten Herausforderungen und die daraus abgeleiteten Lösungsansätze vorgestellt.
Marianne Schnellmann
Enterprise Architecture Management (EAM) ist mit Kosten verbunden, da es den Einsatz von Personal, Zeit und Werkzeugen erfordert. Diese Kosten führen zwangsläufig zur Frage nach den potenziellen Vorteilen von EAM. Derzeit untersuchen wir sowohl den erwarteten als auch den tatsächlichen Nutzen. In dieser Präsentation werde ich einige der ersten Ergebnisse vorstellen.
Ein vertieftes Verständnis der potenziellen Vorteile von EAM ermöglicht es, Strategien zu entwickeln, die auf spezifische organisatorische Kontexte und Zielsetzungen zugeschnitten sind und dadurch das Kosten-Nutzen-Verhältnis von EAM verbessern können.
Marcel Merkel
Der Vortrag zeigt, wie Unternehmen durch ein gezieltes Management technischer Schuld – mit klarer Definition, systematischer Erfassung, präziser Bewertungsmethodik und der Einführung eines Target Operating Models (TOM) – ihre Architekturdisziplin stärken können. Er verdeutlicht, wie ein strukturierter Umgang mit technischer Schuld die Sichtbarkeit erhöht, durch Priorisierung eine aktive Steuerung ermöglicht und so zu fundierten Architekturentscheidungen, höherer Transparenz und einer besseren strategischen Steuerung der IT-Landschaft führt.
Johannes Dobler
Unternehmen in der Finanzdienstleistungsindustrie sehen sich zunehmenden globalen Regulierungen mit der Zielsetzungen gegenüber, die operationelle Resilienz zu erhöhen. Konkret erfordern Regulierungen wie DORA oder FINMA die Risken der Wertschöpfungskette zu identifizieren, geeignete motivierende Massnahmen zu implementieren und deren Funktionsfähigkeit nachzuweisen.
Der Beitrag soll aufzeigen, wie mit Hilfe von Enterprise Architektur Ansätzen eine ganzheitliche Daten-Sicht aus Business- und IT-Sicht und einem End-zu-End Service Life-Cycle abgebildet werden kann. Dieses Modell ist Grundlage für die weitere Integration verschiedener, Architektur relevanter Inventarien. Aufgezeigt werden soll, wie mit diesem Modell verschiedenen Wertschöpfungsprozesse der IT integriert und die die geforderte Transparenz für das Risiko-Management im Rahmen der operationellen Resilienz einer global agierenden Bank realisiert werden kann.
Herbert Stauffer
Datenqualität und Security sind die Top Themen für 2026 in der jährlichen Studie der BARC. Welche Rolle spielen weitere Trends, wie AI, oder Self Service, Data Product und Culture? Welche Bedeutung haben diese Trends für Ihr Unternehmen? Dazu einige Praxisbeispiele aus aktuellen Beratungsprojekten.
Arik Jung
Die Open Group hat 2022 den TOGAF-Standard in 10. Version, zusammen mit einem neuen Zertifizierungsprogramm, veröffentlicht. Im Vortrag wird aufgezeigt, welche strukturellen und inhaltlichen Änderungen sich im Vergleich zur vorherigen Version, TOGAF 9.2., ergeben haben und wie das neue Zertifizierungsprogramm mit den stärker an Rollen orientierten Zertifizierungswegen aussieht. Ausserdem werden ausgewählte neue Konzepte kurz vorgestellt und diskutiert.
Der Vortrag richtet sich an Personen, welche Vorwissen aus TOGAF 9 besitzen, ist interaktiv gestaltet und bietet Raum für Fragen und Diskussionen.
















