Neue Software-Trends: Agility – Lean Portfoliomanagement


25. 09. 2019, 9.00–18.00 Uhr
Microsoft Österreich 1120 Wien, Am Europlatz 3


Voraussichtliche Veranstaltungsschwerpunkte:
  • Enterprise Agility, Internet of Things (IoT)
  • Keynote: Lean Portfoliomanagement nach SAFe® 4.6 – quo vadis? 
  • Distributed Scrum bei internationalem Team – ein Praxisbericht von Porsche Informatik
  • Innovationen agil ausführen und Digitale Disruption 
  • Kommunikation, Innovation und Team stärken 
  • Herausforderung DevOps: Konfigurierbarkeit & Varianten 
  • Softwarearchitektur – Enterprise Software Architecture 
  • Künstliche Intelligenz in der Softwareentwicklung 
  • Application Life Cycle Management und Agiles Projektmanagement 
  • Cyber-Security Modellierung: der sichere Standpfeiler für das Internet of Things 
  • Open Source Einsatz und Lizenzmanagement 
  • Best Practices und Tooleinsatz
Zielgruppe: ProjektmanagerInnen, GeschäftsprozessmodelliererInnen, Requirements Engineers, DesignerInnen, QualitätssicherInnen, Software-ArchitektInnen, Application-ManagerInnen, ProgrammiererInnen, aber auch SystemanalytikerInnen, die die Denkart von DesignerInnen besser verstehen wollen. Ziel und Inhalt der Veranstaltung:  Im Rahmen der Veranstaltung gibt es einen Überblick, über die Web-Technologien 2018/19 und einen Einblick in hochdynamische und flexible Softwareentwicklung eines Hightech-Startups. Es mag den Einen oder Anderen verwundern, wenn wir von Software-Trends sprechen und der TeilnehmerInnen sodann Themenkomplexe wie »Agile«, »Cloud« und »Mobile« im Programm vorfindet. Sind denn das wirklich Trends? Ist das nicht schon längst State of the Art? Wenn man nach der Anzahl der Publikationen und Vorträge geht, so sollte man dies annehmen. Eine genauere Betrachtung des Status quo zeichnet allerdings ein anderes Bild. Agile Softwareentwicklungsmodelle sind zumindest im DACH-Raum nicht mehrheitlich in Verwendung, wenn man verschiedensten Umfragen der letzten Jahre glauben darf. Und während Cloud-lösungen im Privatbereich (bewusst oder unbewusst) zum Alltag gehören, erscheinen Firmen noch zögerlich. Getrieben werden die IT-Abteilungen und auch die Entwicklungsabteilungen durch den Wunsch nach immer schnelleren Lieferzyklen. Schlagworte wie Continuous Integration und Continuous Delivery sind leicht und oftmals auch leichtfertig ausgesprochen. Um sie allerdings umzusetzen sind Änderungen in einer Organisation und vor allem im Mindset aller Beteiligten notwendig. Es ist grundsätzlich nichts Neues, dass die IT einem dauernden Wandel unterworfen ist. Und auch wenn sie dieser Wandel in verschiedensten Ausprägungen darstellt, so lässt sich der Trend der letzten Jahre wie folgt beschreiben: »häufiger – schneller – billiger«. Der Ruf nach immer schnellerer Time-to-Market, immer kürzeren Lieferzyklen und der erhöhte Kostendruck trifft alle an der Software-Herstellung Beteiligten, von den AnforderInnen über die ArchitektInnen, EntwicklerInnen und TesterInnen, bis hin zum Betrieb und den EndanwenderInnen. In diesem Sinn spannen die Vorträge dieser Veranstaltung einen Bogen über all diese Bereiche, die sich mit dem »häufiger – schneller – billiger« weiterentwickeln müssen. Was ist DevOps? In dem Kunstwort DevOps steckt bereits das Ziel dieses Ansatzes: IT-Entwicklung (Development) und Betrieb (Operations) sollen nicht mehr getrennt agieren, sondern von Beginn an in gemeinsamen Teams zusammenarbeiten. Diese Teams setzen sich zusammen aus ArchitektInnen, EntwicklerInnen, TesterInnen und BetriebsexpertInnen. Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit und Abstimmung verkürzt sich im Idealfall die »Time to Deployment« drastisch. Heute wird DevOps stark von Internet-Companies und App-Entwicklungsunternehmen eingesetzt. Allerdings interessieren sich auch immer mehr klassische Unternehmen für das Thema. Sie sehen darin nicht nur eine Möglichkeit, ihre IT-Entwicklung und -Produktion effektiver zu gestalten, sondern auch die Chance, die Geschwindigkeit in kritischen IT-Bereichen zu erhöhen. Erfahrungen mit agiler Entwicklung helfen Unternehmen, DevOps erfolgreich im eigenen Betrieb umzusetzen. (Quelle: Computerwelt, Ausgabe 2015/39)

Agenda



13:30 Warum DevOps nicht das bessere ITIL ist

Mathias Traugott (Punctdavista)

Vor Jahren galt ITIL® als das Nonplusultra. Heute muss alles agil sein. In der Schnelllebigkeit der Hypes geht (fast) vergessen, welches Ziel welches Framework verfolgt und was damit zu erreichen ist. DevOps ist eine sehr gute Ergänzung zu ITIL. Und umgekehrt. Am Schluss zählt nur eines, der Konsumentennutzen. Je nach Fokus als Funktion einer Applikation oder reibungsloser Service-Erbringung auf Abruf oder noch besser: In Kombination!


14:15 Cyber-Security-Modellierung: der sichere Standpfeiler für IoT

Salomé Wagner (Sparx Services CE)

Als wichtigen Meilenstein im Rahmen des Europäischen Förderprojekts »ITEA3 COMPACT« haben wir eine Methode entwickelt, welche Software und Systemmodellierung mit dem Cyber Security Threat Modeling zusammenführt. Zusätzlich zu der Identikation bekannter Gefahren arbeiten wir aktuell auch an der automatisierten Erfüllung von ISO27000 Anforderungen für sichere IoT Systeme. Zeit und Aufwand für die Entwicklung lassen sich damit signifikant reduzieren.


14:45 Drei Instrumente für Schnelligkeit und Prozessqualität in Entwicklungsprojekten

Dipl.Math. Ursula Meseberg (microTOOL GmbH)

IT-basierte Lösungen schnell und trotzdem mit hoher Prozessqualität entwickeln – geht das? An drei Beispielen wird dargestellt, wie eine Organisation mit dem Werkzeug objectiF RPM dafür sorgen kann, dass in ihren Entwicklungsprojekten alle notwendigen Prozesse ohne Rüstaufwand aufgesetzt und benutzt werden. Dazu werden drei Instrumente vorgestellt: organisationsbezogene Projektvorlagen, Prozessbausteine und Muster für wiederkehrende Projektaufgaben. Als erstes Beispiel dient eine Organisation, die wiederholt gleichartige Digitalisierungsprojekte durchführt. Es wird gezeigt, wie mit einer organisationseigenen Projektvorlage in kürzester Zeit die gesamte Projektinfrastruktur samt der initialen Projektplanung für ein oder mehrere Teams angelegt wird. Die einheitliche Struktur bietet den Mitarbeitern in jedem neuen Projekt Orientierung und macht die Projekte vergleichbar. Das zweite Beispiel betrifft Unternehmen in regulierten Branchen. Sie müssen in ihren Projekten den Nachweis der Normen-Konformität erbringen. Es wird exemplarisch demonstriert, wie das Risikomanagement gemäß der aktuellen Medical Device Regulation (MDR) mit Hilfe eines Prozessbausteins aufgesetzt wird. Er enthält u.a. alle von der MDR geforderten Artefakttypen mit Eingabeformularen, Workflows und ein KANBAN Boards zur Steuerung der Risikobehandlung. Das dritte Beispiel führt in die agile Welt zu den Skalierungstechniken wie SAFe, LeSS & Co. Sie verstehen sich nicht als Blaupausen, sondern vielmehr als Frameworks, die organisationspezifisch ausgeprägt werden sollten. Exemplarisch wird ein Muster für das Skalieren eines Projekts nach LeSS sowie seine Anwendung gezeigt.




16:15 DevOps in modernen Applikationen

Mathias Traugott (Punctdavista)

Mobile first, Cloud first ist derzeit das Architekturkriterium. Mobile-x-Plattform-­Applikationen, Container oder Serverless sind Schlagworte die im Zusammenhang mit modernen Applikationen fallen. Aber wie passt DevOps, Agile und Automatisierung zu diesen modernen CloudArchitekturen?


16:45 Enterprise in Not – Nachhaltiges Softwaredesign in komplexen Umgebungen

Herbert Dowalil (embarc)

Die klassische Enterprise Architektur steckt in der Krise. Startups fällt es oft viel leichter mit neuen Features auf den Markt zu kommen, während gewachsene Konzern-ITs dazu anscheinend nicht mehr in der Lage sind. Die internen Stakeholder sind nicht selten unglücklich über die aus ihrer Sicht immer weiter sinkende Produktivität und beklagen einen Investitionsstau. Ist dies unvermeidlich, da das durchschnittliche Enterprise immerhin eine schon seit Jahrzehnten gewachsene IT Landschaft betreibt? Oder gibt es Auswege und dringenden Verbesserungsbedarf? In diesem Vortrag werfen wir einen Blick auf Pattern und Antipattern der Enterprise-Architektur.


17:15 Lean Portfoliomanagement nach SAFe® 4.6

Almudena Rodriguez Pardo ,Scaled Agile Framework® SPC (Rodriguez Pardo & Assocs)

Führungskräfte und Portfoliomanager können im SAFe® 4.6 lernen, wie sie Investitionsentscheidungen und agile Ausführungen innovativ, flexibel und schneller anpassen können. Anders als vermutet, wurden die Ansätze beim Portfoliomanagement nicht für die Auswirkungen digitaler Disruption gestaltet. Trotz allem müssen Unternehmen immer noch unter hohem Druck schnelle und innovative Lösungen bereitstellen können. Genau diese Lücke wird im Vortrag angesprochen. Die Teilnehmer lernen daher ihr derzeitiges Portfolio zu erfassen und in kurzer Zeit neue Szenarien zu erdenken. Ebenfalls wird das Portfolio-Kanbansystem in den Vordergrund gestellt. Mit Hilfe diesem kann ein Ablauf innovativ etabliert und verbessert werden sowie die Priorisierung der Initiativen für maximalen wirtschaftlichen Nutzen gelernt werden. Mit 450000 Fachkräften ist Scaled Agile ein weltweites Partnernetzwerk, das Unternehmen hilft ihre Systeme zu verbessern, Mitarbeiter zu motivieren sich mehr zu engagieren und dadurch die eigenen Geschäftsergebnisse zu erhöhen.


18:00 Open Source im Business Einsatz: Lizenzmanagement und Qualitätsmanagement

Albert Hayr

Software dominiert die Welt und Open Source die Software. Es ist heute nahezu unmöglich Software zu designen ohne Open Source. Es ist die Antwort auf die schnell lebende Software Branche wo gemeinsam, über Unternehmensgrenze hinaus elementare Technologie geschaffen wird um die Kosten zu reduzieren. On Top kreiert jedes Unternehmen seinen individuellen Business Case. Auch wenn durch Open Source das Schaffen von Technologie optimiert wird, zieht es andere Komplexitäten für ein Unternehmen mit sich. Speziell zwei Themen sind hier sehr präsent – License Compliance und Quality Assurance. Ein professioneller Umgang mit Open Source ist unumgänglich – einer der Grundvoraussetzungen hierfür ist die richtige Wahrnehmung.




CI

Mi., 25. 09. 2019
9.00–18.00 Uhr

Microsoft Österreich 1120 Wien, Am Europlatz 3

Teilnahmegebühr:

Als IT-Anwender aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung kostenfrei! Als IT-Anbieter/-Berater zu €390,– (+20% MwSt.)!

Referenten

Harald Biedermann (ÖBB-BCC GmbH Service Operations ), Mathias Traugott (Punctdavista), Salomé Wagner (Sparx Services CE), Dipl.Math. Ursula Meseberg (microTOOL GmbH), Josef Lettner (Porsche Informatik, FH Salzburg), Mathias Traugott (Punctdavista), Herbert Dowalil (embarc), Almudena Rodriguez Pardo ,Scaled Agile Framework® SPC (Rodriguez Pardo & Assocs), Albert Hayr