Software Architecture Day


13. 06. 2018, 13.00–18.00 Uhr
Microsoft Österreich, Am Europlatz 3, 1120 Wien


Jedes SW Produkt hat eine Architektur. Man kann nicht keine haben. Dennoch muss man feststellen, dass die Architekturarbeit oftmals vernachlässigt wird. Der Siegeszug agiler Methoden hat durch Missverständnisse in diesem Bereich noch ein Übriges dazu beigetragen. Die Auswirkungen von schlechter oder schlecht gepflegter Architektur sind allerdings handfest und äußern sich in Mehrkosten und verminderter Leistungsfähigkeit von Software und Organisation. In dieser Veranstaltung werden Ihnen die Vortragenden Einblicke in die Wichtigkeit der Architekturarbeit, die gute Einbindung in agile Umfelder und aktuelle Muster und Methoden näherbringen. Veranstaltungsschwerpunkte:
  • EAM und Microservices
  • Best Practice der sIT Solution
  • Architekturmanagement im Gleichgewicht
  • Innovation Needs Models – Why?
  • IoT/Apps Saftey – Security
  • Standards (ISO 26263) und SysML
  • Transformation eines Legacy-Systems zu reaktiver Architektur
  • Reliable Code Management
  • Frameworks – Hindernis oder Chance (SAFe, DevOps, Scrum, VeriSM™ u.a.)
  • Continious Delivery Architektur Management
  • Escrow – Softwarehinterlegung
Ziel und Inhalt der Veranstaltung Den Teilnehmern an dieser Veranstaltung soll mit Ihren Beiträgen ein guter Überblick über die Thematik gegeben werden. Besonderes Interesse erwecken dabei stets Praxiserfahrungen von/über Kundensituationen. Außerdem möchten wir Anwendern einen Erfahrungsaustausch zu den Themen IT- & Softwarearchitektur zu ermöglichen, sowie die neuen Trends und zukünftigen Entwicklungen in der Effizienzsteigerung und Komponententechnologie aufzuzeigen. Lösungen werden sowohl aus dem Blickwinkel der Geschäftsprozesse, der Business- als auch aus der IT-Sicht beleuchtet. Best Practices runden das Bild ab. Zielgruppe IT-Entscheider, Leiter der Softwareentwicklung, Projektmanager, Geschäftsprozessmodellierer, Requirement Engineers, Softwarearchitekten, Designer, Qualitätssicherer, Software Tester, Softwareentwickler, Programmierer, aber auch Systemanalytiker, die die Denkart von Designern besser verstehen wollen, aus allen Branchen, Wirtschaft, Wissenschaft, öffentliche Verwaltung, IT-Industrie und Software- und Systemhäuser sowie die Fachabteilungen, die Partner für Gespräche des Requirement Engineering oder der Softwareaufwandsschätzung sind.

Agenda


13:30 Architekturmanagement im Gleichgewicht

Dr. Johannes Lischka

Die Schlagzahl und der Druck in der IT wird durch die Digitalisierung und andere übergreifenden Anforderungen immer höher: Produkte müssen noch schneller mit noch höherer Qualität unter noch engeren Rahmenbedingungen an die Kunden gebracht werden. Techniken und ein Methodenkoffer alleine reichen nicht, nur gemeinsam können die handelnden Menschen mit Freude ein innovatives „Gleichgewicht“ erreichen. Erst in Kombination mit einer klaren Vision, der Herstellung von win-win Erlebnissen werden klassische Managementmethoden (z.B. Architekturmanagement oder Projekt-Portfoliomanagement) wirklich effektiv. Indem man den Druck aus dem „Spiel“ nimmt und dem Management und den Produktverantwortlichen gleichermaßen das Leben leichter macht und das Gefühl gibt, Teil eines Ganzen zu sein, kann jede komplexe Veränderung mit Leichtigkeit gemeistert werden. Dieser Betrag zeigt Wege, um dieses Gleichgewicht zu erreichen und gibt einige konkrete erlebte Beispiele aus der Praxis.


13:55 Transformation eines Legacy-Systems zu einer reaktiven Architektur – Lösungsansätze und Lessions Learned

Patrik Kleindl (BearingPoint)

In unserer digitalen Welt nimmt der Konkurrenzdruck in den unterschiedlichsten Branchen und Industrien stetig zu. Eine rasche Reaktionszeit auf Veränderungen am Markt ist mittlerweile ein Grundkriterium um dieser Herausforderung standzuhalten. Bei der schnellen und kontinuierlichen Lieferung von neuen Produktinnovationen sind viele Unternehmen mit Einschränkungen bestehender monolithischen Legacy Systeme konfrontiert. Der Abgang von Wissensträgern, die erschwerte technologische Integration solcher Lösungen in eine Continuous Delivery Pipeline und die vorherrschende Kopplung im Monolithen spielen dabei eine wesentliche Rolle und lähmen die Geschwindigkeit zur Auslieferung neuer Funktionalitäten. Der Vortrag zeigt hier einen möglichen Weg zur Transformation eines solchen Systems und geht dabei speziell auf die Dezentralisierung des Datenhaushaltes eines Legacy Systems mit Hilfe einer reaktiven Architektur ein. Er beschreibt dabei die Problemfelder, gewonnene Erfahrungen und Lösungsstrategien im Umgang mit einer solchen Transformation und beleuchtet dabei unterschiedliche Ansätze von „Pull Lösungen“ bis hin zu „Push Lösungen“ über AMQP und in weiterer Folge über Apache Kafka. Der Vortrag adressiert dabei auch den Einsatz von „Event Streams“ und das einhergehende „Complex Event Processing“ sowie die vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen auf diesem Gebiet.


14:35 Reliable Code Management

Andreja Sambolec (Splendit IT)

Scaling up any software development project usually brings lots of hidden obstacles that can affect throughput of team and even delay or completely derail project. One technical aspect of any software project that has big influence on velocity of development team is code quality.     Defining what is code quality is very difficult and team dependent, but it is very important starting point. Good definition should focus on readability and long term maintainability of code and  help avoid implementation of processes and tools that would be redundant or overhead.     Main focus of this talk is to provide guidelines how to define code quality and provide examples of tools and techniques that can be implemented as support for  management and developers to maintain code quality. Tools and techniques  covered in this talk include:
  • Code review (Git pull requests)
  • Quality analysis (Sonarqube)
  • Continuous integration 1(Jenkins)
  • Continuous refactoring
  • Automated tests
  • Automated quality improvements tools



15:30 Innovation Needs Models

Peter Lieber (LieberLieber Software)

Enterprise Architecture and Standardization to survive as innovation leader and/or to have the chance to innovate
  • Pro Cloud Server & WebEA
  • Why do I need models?
    • IoT/AppsSafety/Security 
    • Line-Of-Businesses Person Data, Credit Card, … (e.g. EU General Data Protection Regulation)
  • Tools & Technologies for Modeling
    • Information Management
    • Cyber Physical Systems
    • Application Development
  • Standards (ISO 26262) & SysMLextensions
  • The Modeling Challenges 
  • Modeling Methodology 
  • Collaborative Work 
  • Configuration Management 
  • Multiple Tools and Paradigms 
  • Research: Industry 4.0


16:00 EAM & Microservices: Verzahnung zweier Extreme

Roger E. Rhoades

Enterprise Architecture Management (EAM) ist ein Top-down-Ansatz für die Operationalisierung von Geschäftsstrategien und digitalen Transformationen. Allerdings wird EAM aber oft als langwieriger Prozess durchgeführt und ist dadurch für das agile Marktumfeld ungeeignet. Microservices dagegen sind ein Bottom-up-Ansatz, der von marktführenden, agilen Unternehmen benutzt wird. Microservices benötigen aber einen sehr hohen Management- und Koordinationsaufwand, um die entsprechende Komplexität zu beherrschen. In diesem Vortrag werden die zwei Welten miteinander verglichen und Methoden erläutert, die eingesetzt werden können, um diese zwei Welten zusammenzuführen.



17:00 Continuous Delivery Architektur – Höhere Qualität bei kürzeren Release-Zyklen, wie ist das möglich?

David Jungwirth (CA)

Kürzere Release-Zyklen bringen große Herausforderungen für Unternehmen. Ein häufiger Ansatz ist, dass lediglich die Zyklen des klassischen Wasserfall-Vorgehensmodell verkürzt werden. Dieser Ansatz ist nur bedingt erfolgreich, da sich einzelne Phasen dieses Modells oft nicht weiter verkürzen lassen. Weiter verkürzte Phasen (wie zum Beispiel Qualitätssicherung) führen dann zu bedeutend schlechterer Software-Qualität und vermehrten Wartungs-Aufwänden. Wie sollen nun NOCH kürzere Release-Zyklen die Software-Qualität ERHÖHEN können? Agile Entwicklung erfordert nicht nur ein Verkürzen von Bestandsprozessen – vielmehr müssen erprobte Best-Practices aus der SoftwareEntwicklung eingeführtund Veränderungen bei Unternehmens-Kultur, Prozessen und Tools vorgenommen werden. DevOps erweitert dies und erfordert den Einsatz eines vollständig agilen Prozesses bis in Produktion: Agiles Requirements-Engineering, agile Entwicklung, agiles Testen, häufige Lieferungen in Produktionsumgebungen und agile Operations. Agiles Testen ist einer der wichtigsten Punkte in dieser Kette und muss an vielen Stellen ansetzen, Stichwort Continuous Testing:
  • Radikaler Shift beim Testen: Erfolgt nicht erst am Zyklus-Ende, sondern schon während der Entwicklung
  • Testing as Code: Testing wandelt sich von einer Randtätigkeit zu einer eigenen Disziplin. Testfälle müssen mit derselben Aufmerksamkeit betrachtet und gewartet werden wie Sourcecode. 
  • Testautomatisierung ja, aber bitte richtig: Ich muss mich auf meine Test-Suite verlassen können. 

Die professionelle Anwendung von Change-Management-Praktiken ist für eine DevOps Einführung unabdingbar. Der Vortrag ermutigt und zeigt, dass kürzere Release-Zyklen tatsächlich zu höherer Software-Qualität beitragen. 


17:20 Escrow - was ist bei Software-Hinterlegung zu beachten?

Dipl.Ing. Wolfgang Fiala (Fiala Informatik)

In diesem Vortrag werden wichtige Aspekte bei der treuhändischen Hinterlegung von Software behandelt. Wie geht man vor? Was ist zu beachten? Der Vortrag behandelt folgende Themen:
  • Strategische Ziele der Software-Treuhandschaft und Vertragskonstruktion
  • Kosten-Modelle 
  • Investitionsschutz 
  • Zugrunde liegende Architekturen und Komponenten 
  • Periodizität der SW-Hinterlegung 
  • Einspruch und Herausgabe-Bedingungen






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Mi., 13. 06. 2018
13.00–18.00 Uhr

Microsoft Österreich, Am Europlatz 3, 1120 Wien

Teilnahmegebühr:

Bei freiem Eintritt. Anmeldung erforderlich.

Referenten

Dr. Johannes Lischka Patrik Kleindl (BearingPoint), Andreja Sambolec (Splendit IT), Peter Lieber (LieberLieber Software), Roger E. Rhoades David Jungwirth (CA), Dipl.Ing. Wolfgang Fiala (Fiala Informatik),