Neue Software-Trends

Agile Organisationen – Consumer Driven Testing – Webtechnologien 2017


14. 09. 2017, 12.00–18.30 Uhr

Microsoft 1120 Wien, Am Europlatz 3



Veranstaltungsschwerpunkte:

  • Agile Entwicklung und neue Arten des Deployments
  • Wie hängt Agile Development, SCRUM, DevOps mit den etablierten Konzepten zusammen?
    • Keynote: Mathias Traugott
  • Erfolgreiches Requirements Engineering in agilen Projekten und Organisationen
    • Keynote mit Dr.Peter Hruschka
  • Prozessverbesserung in Business & IT
  • Software Testing und Softwarequalität
    • Consumer Driven Testing
    • Automatisiertes Testen in Java
  • The State of Web 2017 (Angular, Nodels)
  • Best Practices zu Internet of Things, ALM und Kanban
  • Mit Podiumsdiskussion und weiteren Anwenderberichten (z. B. Salzburg AG)

 

Zielgruppe:

ProjektmanagerInnen, GeschäftsprozessmodelliererInnen, Requirements Engineers, DesignerInnen, QualitätssicherInnen, Software-ArchitektInnen, Application-ManagerInnen, ProgrammiererInnen, aber auch SystemanalytikerInnen, die die Denkart von DesignerInnen besser verstehen wollen.

 

Ziel und Inhalt der Veranstaltung: 

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es einen Überblick, über die Web-Technologien 2017 und einen Einblick in hochdynamische und exible Softwareentwicklung eines Hightech-Startups. Es mag den Einen oder Anderen verwundern, wenn wir von Software-Trends sprechen und der TeilnehmerInnen sodann Themenkomplexe wie »Agile«, »Cloud« und »Mobile« im Programm vor ndet. Sind denn das wirklich Trends? Ist das nicht schon längst State of the Art? Wenn man nach der Anzahl der Publikationen und Vorträge geht, so sollte man dies annehmen. Eine genauere Betrachtung des Status quo zeichnet allerdings ein anderes Bild. Agile Softwareentwicklungsmodelle sind zumindest im DACH-Raum nicht mehrheitlich in Verwen- dung, wenn man verschiedensten Umfragen der letzten Jahre glauben darf. Und während Cloud-lösungen im Privatbereich (bewusst oder unbewusst) zum Alltag gehören, erscheinen Firmen noch zögerlich. Getrieben werden die IT-Abteilungen und auch die Entwicklungsabteilungen durch den Wunsch nach immer schnelleren Lieferzyklen. Schlagworte wie Continuous Integration und Continuous De- livery sind leicht und oftmals auch leichtfertig ausgesprochen. Um sie allerdings umzusetzen sind Änderungen in einer Organisation und vor allem im Mindset aller Beteiligten notwendig. Es ist grundsätzlich nichts Neues, dass die IT einem dauernden Wandel unterworfen ist. Und auch wenn sie dieser Wandel in verschiedensten Ausprägungen darstellt, so lässt sich der Trend der letzten Jahre wie folgt beschreiben: »häufiger – schneller – billiger«.

 

Der Ruf nach immer schnellerer Time-to-Market, immer kürzeren Lieferzyklen und der erhöhte Kostendruck trifft alle an der Software-Herstellung Beteiligten, von den AnforderInnen über die ArchitektInnen, EntwicklerInnen und TesterInnen, bis hin zum Betrieb und den EndanwenderInnen. In diesem Sinn spannen die Vorträge dieser Veranstaltung einen Bogen über all diese Bereiche, die sich mit dem »häufiger – schneller – billiger« weiterentwickeln müssen.

 

Was ist DevOps?

In dem Kunstwort DevOps steckt bereits das Ziel dieses Ansatzes: IT-Entwicklung (Development) und Betrieb (Operations) sollen nicht mehr getrennt agieren, sondern von Beginn an in gemeinsamen Teams zusammenarbeiten. Diese Teams setzen sich zusammen aus ArchitektInnen, EntwicklerInnen, TesterInnen und BetriebsexpertInnen. Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit und Abstimmung verkürzt sich im Idealfall die »Time to Deployment« drastisch. Heute wird DevOps stark von Internet-Companies und App-Entwicklungsunternehmen eingesetzt. Allerdings interessieren sich auch immer mehr klassische Unternehmen für das Thema. Sie sehen darin nicht nur eine Möglichkeit, ihre IT-Entwicklung und -Produktion effektiver zu gestalten, sondern auch die Chance, die Geschwindigkeit in kritischen IT-Bereichen zu erhöhen. Erfahrungen mit agiler Entwicklung helfen Unternehmen, DevOps erfolgreich im eigenen Betrieb umzusetzen. (Quelle: Computerwelt, Ausgabe 2015/39)

Agenda


12:45 Die IT-Organisationen ändern sich radikal – IT-Organisationen werden radikal verändert – oder verschwinden!

Mathias Traugott (Punctdavista)

Wie hängen da Agile, DevOps, SCRUM, COBIT und Service Management zusammen? Werden diese zum Relikt des letzten Jahrzehnts? Ja! Und, nein! Das Business wird zukünftig größeren Einfluss auf die Technologien nehmen, der Cloud Einsatz wird auf globales Niveau angehoben, die Entwicklung wird sich auf ausgewählte Services konzentrieren und somit werden Agile und DevOps immer wichtiger und künstliche Intelligenz und kognitive Technologien werden an Bedeutung gewinnen. Diese Aussagen von den Analysten bedeutet im Umkehrschluss, dass zukünftig viele kleine Teams von (IT) Spezialisten gefragt werden, dass die traditionelle IT-Organisation als konsequente Weiterentwicklung der aktuellen Digitalisierung und der mit ihr verbundenen disruptiven Technologien und somit die totale Veränderung bewährter und bekannter Geschäftsmodelle in eine Front- und Backend IT-Organisation zerfallen wird und letztendlich 3 Modelle bleiben: Broker, Integrator, Orchestrator oder Business Service Provider aus dem Zusammenschluss von Business und IT Experten oder interne hochspezialisierte interne Berater als Team of Excellence, für Themen wie Projekt oder Service Management. Mit Bestimmtheit müssen wir diesen organisatorischen Wandel sofort angehen, steuern und führen, nicht „managen“. Was zählt, ist die Wirksamkeit der Führung im Kontext der Strategie und innerhalb des Wertesystems der Unternehmung. Mehr Fernrohr und weniger Rückspiegel ist daher das Gebot der Stunde und nicht das Framework per se. Letztere richtig zu nutzen ist die Aufgabe. Die Frameworks mögen uns dabei richtig eingesetzt helfen, die entsprechenden Zertifizierungen den Wert der Mitarbeiter halten oder gar steigern. Die Frameworks bleiben wie in der Vergangenheit: Mittel zum Zweck! Richtig und mit dem entsprechenden Knowhow eingesetzt verhelfen sie den IT-Organisationen zum Boost in dieser radikalen Veränderung. Die Analysten raten als kurzfristige Sofort-Massnahmen ein Upgrade ausgewählter Schlüsselrollen und -prozesse wie Architektur, Vendor Management und Mobile Design. Dazu die Anpassung der Berichtsstrukturen und zur Mobilisierung des Vorstands für die Definition der künftigen Struktur. Sind Sie für die Zukunft gerüstet und haben Sie einen Plan, die Veränderung anzugehen? Wir zeigen Schritte auf und machen Sie fit.


14:00 Modellunterstützung in agilen Produktentwicklungsprozessen

Nathalie Günther (microTOOL)

Wenn Produktentwicklungsprozesse agil werden, sinkt durch das Formulieren von User Stories zwar die Komplexität der einzelnen Aufgaben, die Komplexität des Gesamtprojektes bleibt jedoch bestehen. Entsprechend ist eine der Herausforderungen von agilen Projekten die Komplexitätsreduzierung durch systematische Verfeinerung der Anforderungen. Erreicht werden kann das gut durch die Verwendung von Modellen, die einzelne (für die konkrete Fragestellung irrelevante) Elemente ausblenden und andere Aspekte in den Vordergrund rücken. Kommunikation in der agilen Produktentwicklung besonders wichtig und wird spätestens dann zur zweiten großen Herausforderung, wenn mehrere Teams vielleicht sogar an verschiedenen Standorten in die Produktentwicklung involviert sind. Auf die jeweilige Fragestellung abgestimmte Modelle helfen bei der Kommunikation, indem Sie Zusammenhänge verdeutlichen und Transparenz herstellen. Gleichzeitig kann durch sinnvolle Modelle verhindert werden, dass bei der Konzentration auf atomare Anforderungen und kleinste Aufgaben das große Ganze aus den Augen verloren wird und Zusammenhänge unberücksichtigt bleiben.



15:20 Methoden zur Aufrechterhaltung der Schnittstellenkommunikation mit einer Micro-Service-Architektur basierten Plattform

Reinhard Stockinger (Bearingpoint)

In einer Micro-Service-Architektur entstehen viele Services – potenziell in den verschiedensten Programmiersprachen. Diese große Anzahl an Services, werden immer wieder zu Plattformen zusammengefügt um konzentrierte Funktion bereit stellen zu können. Um eine reibungslose und stabile Kommunikation zwischen den Service Providern und den externen Service Consumern der Plattform gewährleisten zu können, müssen technische Verträge zwischen beiden Stellen geschlossen werden. »Consumer-Driven Contracts« stellen hierzu einen Ansatz dar, der basierend auf solchen Verträgen automatische und unabhängige Schnittstellen Integrationstests ermöglicht.

15:50 Unterstützen SAFe 4.5 und LeSS DevOps?

Richard Brenner (Anecon)

Firmen müssen einem permanenten Wandel gewachsen sein, bekannte und unbekannte Konkurrenten nehmen Marktanteile weg. Dieser permanente Wandel stellt nicht nur hohe Ansprüche an das Business, sondern auch an den Betrieb, insbesondere die Delivery-Pipeline der Software. Scrum auf Team-Ebene hat sich in der Software-Entwicklung etabliert, doch beschreibt es nicht, wie Software entwickelt werden soll und geliefert wird. Wie kann eine ganze Organisationseinheit agil zusammenarbeiten? Gibt es Ansätze für mehrere Teams sowie Programm- und Portfolio- Management? Wie koordiniere ich kleine, gut organisierte Teams, sodass das Gesamtsystem effizient funktioniert? Wie schaffen wir es, eine effiziente Organisation aufzustellen vom Business zum Development bis hin zu Operations? In diesem Vortrag werden anhand zweier bekannter Skalierungsframeworks: SAFe 4.5 und LeSS diese Fragen beleuchtet und auch die unterschiedlichen Ansätze der Frameworks erklärt.

16:10 Zeit für Software-Maintenance reduzieren!

Ludwig Werzowa (Splendit IT Consulting)

Splendit zeigt einen Weg, wie vernachlässigte Software-Wartung und vergessene Unternehmensstandards nachgeholt werden können. Um die Chancen der Digitalisierung und IoT zu nutzen, müssen Unternehmen ihre Maintenance-Versäumnisse der Vergangenheit aufarbeiten. Auch von „außen“ vorgegebene Standards sind einfacher einzuhalten, wenn es bereits interne Softwarestandards gibt. Einige der bestehenden Java-Systeme sind mittlerweile bis zu 20 Jahre alt. Auch Maßnahmen zur Erhöhung der Datensicherheit und Datenqualität müssen dringend nachgeholt werden. Diese Aufarbeitung ist in Java schwieriger als in anderen Softwaresystemen. Eine Reduktion der Technical Debt ist zeit- und ressourcenintensiv. Wir diskutieren die technischen Probleme, die sich den Unternehmen stellen, wenn sie ihre Java Legacy Systeme nicht modernisieren. Außerdem geben wir eine Antwort auf die Frage: Welche Hilfsmittel gibt es um bestehende Software zukunftstauglich zu machen?

16:40 The State of Web 2017

Jonas Flint (DEJ-Technology)

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Web-Technologien 2017 und einen Einblick in hochdynamische und flexible Softwareentwicklung eines Hightech-Startups. Wie werden aktuelle Web-Technolgien eingesetzt? Welche Vorteile bringt das Full-Stack Development? Einsetzen von Typescript, Angular, nodeJs. Angular ist eines der erfolgreichsten Single-Page-Webframeworks. Von Google vorangetrieben, von einer der größten Communities jeden Tag verbessert, hilft Angular, die Web-Entwicklung auf aktuellsten Stand der Web-Entwicklung. NodeJs ermöglicht mit serverseitigen Javascript skalierbare Webanwendungen in kurzer Zeit aufzusetzen. Aufbauend auf einer der größten Web-Communities und dem dazugehörigen Node Package Manager erlernen Sie in kurzer Zeit, die Webanwendungen in Javascript zu entwickeln. Wohin geht die Entwicklung? Was ist Serverless Design und Low Code Design?


17:35 DevOps in modernen Applikationen

Gerwald Oberleitner (Microsoft)

Mobile first, Cloud first ist derzeit das Architekturkriterium. Mobile x-Plattform Applikationen, Container oder Serverless sind Schlagworte die im Zusammenhang mit modernen Applikationen fallen. Aber wie passt DevOps, Agile und Automatisierung zu diesen modernen Cloud-Architekturen?

17:55 IREB goes AGILE – Erfolgreiches Requirements Engineering in agilen Projekten und Organisationen

Dr. Peter Hruschka (Atlantic Systems Guild)

Das International Requirements Engineering Board veröffentlicht 2017 ein neues ADVANCED MODUL: RE@AGILE: Erfolgreiches Requirements Engineering in agilen Projekten und Organisationen. In einem eintägigen Grundlagenseminar lernen Sie die Vorteile von Requirements Engineering und die Vorteile von »Agile Methoden« kennen. Im zweitägigen Advanced Seminar lernen Sie z. B. als Product Owner im SCRUM-Umfeld, systematisch und erfolgreich mit Requirements umzugehen.




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Do., 14. 09. 2017
12.00–18.30 Uhr

Microsoft 1120 Wien, Am Europlatz 3

Teilnahmegebühr:

Bei freiem Eintritt!

Moderation

Dr. Bernhard Burger (Software Quality Advantage)
Zvonimir Durcevic (Anecon)
Martin Huter (Splendit IT Consulting)
Wolfgang Rath-Rauch (Rath-Rauch Consulting)
Ing. Rudolf Siebenhofer (SieITMCi)

Referenten

Mathias Traugott (Punctdavista), Nathalie Günther (microTOOL), Reinhard Stockinger (Bearingpoint), Richard Brenner (Anecon), Ludwig Werzowa (Splendit IT Consulting), Jonas Flint (DEJ-Technology), Walter Urbanschitz (RedHat), Gerwald Oberleitner (Microsoft), Dr. Peter Hruschka (Atlantic Systems Guild),