Software Architecture Day


13. 06. 2017, 13.00–18.00 Uhr
Microsoft Österreich, Am Europlatz 3, 1120 Wien


Jedes SW Produkt hat eine Architektur. Man kann nicht keine haben. Dennoch muss man feststellen, dass die Architekturarbeit oftmals vernachlässigt wird. Der Siegeszug agiler Methoden hat durch Missverständnisse in diesem Bereich noch ein Übriges dazu beigetragen. Die Auswirkungen von schlechter oder schlecht gepflegter Architektur sind allerdings handfest und äußern sich in Mehrkosten und verminderter Leistungsfähigkeit von Software und Organisation. In dieser Veranstaltung werden Ihnen die Vortragenden Einblicke in die Wichtigkeit der Architekturarbeit, die gute Einbindung in agile Umfelder und aktuelle Muster und Methoden näherbringen. Veranstaltungsschwerpunkte:
  • Transformation zur Agilen Organisation
  • Microservices
  • Softwarequalität – Softwaretest – Agilität
  • Agile Architektur
  • Application Life Cycle Management
  • Prozessverbesserung in Business & IT
  • Agiles Produktmanagement
  • Agiles Projektmanagement
  • Agiles Portfoliomanagement
  • Agile Entwicklung und neue Arten des Deployments
  • Skalierung agiler Architekturen
  • Frameworks wie LESS, Safe 4.0
  • Reporting aus Managementsicht
  • Methoden wie KANBAN oder SCRUM
  • Podiumsdiskussion zum Thema DevOps
Ziel und Inhalt der Veranstaltung: Den Teilnehmern an dieser Veranstaltung soll mit Ihren Beiträgen ein guter Überblick über die Thematik gegegeben werden. Besonderes Interesse erwecken dabei stets Praxiserfahrungen von/über Kundensituationen. Zielgruppe: Projektmanager, Geschäftsprozessmodellierer, Requirements Engineers, Designer, Qualitätssicherer, Software- Architekten, Application Manager, Programmierer, aber auch Systemanalytiker, die die Denkart von Designern besser verstehen wollen.

Agenda


14:15 Agile Softwarearchitektur

Stefan Toth (embarc Software Consulting GmbH)

Moderne Projekte stellen hohe Anforderungen an die technische Lösung, gleichzeitig soll Architekturarbeit immer „unauffälliger“ werden. Um Dynamik, Flexibilität und gute Zusammenarbeit zu erreichen, müssen sich die Herangehensweisen für Softwarearchitektur weiterentwickeln. In der Praxis ist das bereits beobachtbar: Entwicklungsteams kümmern sich gemeinsam um Architekturaufgaben, Architektur wird „Just-in-time“ entschieden und bettet sich in den üblichen agilen Priorisierungsprozess von Anforderungen und Tätigkeiten. Der Vortrag von Stefan Toth (embarc Software Consulting GmbH) gibt einen Eindruck davon, was wir von Vorreitern der IT-Industrie lernen können, wie sich agile Prinzipien und Ideen auf Architekturarbeit übertragen lassen und wie man Architekturpraktiken sinnvoll und effizient in agilen Vorgehen verankert. Kleine Methoden, praktische Techniken und hilfreiche Sichtweisen werden vorgestellt und zeichnen insgesamt ein Bild einer neuen Architekturdisziplin. Einer Disziplin, die sich nicht um den einen Architekten dreht. Die sich an Einflüssen aus Lean orientiert und gut in agile Projekte bettet. Einer Disziplin die Zielorientierung fördert und Pragmatismus großschreibt. Stefan Toth arbeitet als Softwarearchitekt und Berater bei der embarc GmbH. Seine Schwerpunkte liegen in der Konzeption und der Bewertung mittlerer bis großer Softwarelösungen sowie der Verbindung dieser Themen zu agilen Vorgehen. Er ist Autor zahlreicher Artikel in Fachmagazinen sowie des Buchs „Vorgehensmuster für Softwarearchitektur“ (2. Auflage, Carl Hanser 2015).

15:00 Behaviour Driven Testing

Wolfgang Kaufmann (Infonova)

Schaffen einer einheitlichen Sprache vom Epic, über das Requirement-Engineering den User Stories bis hin zum Code und den Test Managern. Welche Wege und Methoden zum isolierten Testen eines Micrsoservice sind für „Behaviour Driven Testing“ nötig. Welche Prozesse und Prinzipen müssen angewendet werden für das automatisierte „Testsetup im Test“ und um wiederholbar ausführbare Tests zu gewährleisten. Welche Vorteile bei Schnittstellentests zwischen Microservices können mit „Consumer Driven Testing“ erreicht werden.

15:30 We love to hate documenting - Visualize, document and model software architecture with MDG Technology for C4 Model

Bob Hruska (LieberLieber)

There are several different ways to think about, describe and visualize a software system. Examples include IEEE 1471, ISO/IEC/IEEE 42010, Philippe Kruchten’s 4+1 model, etc. What these have in common is that they all provide different “views” onto a software system to describe different aspects of it. For example, there’s often a “logical view”, a “physical view”, a “development view” and so on. This workshop aims to provide a lightweight Simon Brown’s “C4 model” approach that software development teams can use to visualize their software in Enterprise Architect. The MDG Technology for C4 Model provides predefined model structure together with diagrams and relevant elements enabling you to draw diagrams at varying levels of abstraction to visualize the static structure of a software system.


16:20 Microservices – Nur für Big Player oder auch für KMUs?

Mag. Georg Buchgeher (Software Competence Center Hagenberg GmbH)

Microservice-Architekturen versprechen eine hohe Flexibilität sowie Nachhaltigkeit in der Softwareentwicklung. Während Microservice-Architekturen seit Jahren erfolgreich in großen Unternehmen eingesetzt werden stellt sich die Frage ob Microservice-Architekturen auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) relevant sind? In diesem Vortrag wird zuerst ein kurzer Überblick über Microservice-Architekturen und deren Vorteile im Vergleich zu traditionellen monolithischen Systemen gegeben. Im Anschluss folgen die Vorstellung zentraler Prinzipien für Microservice-Architekturen, sowie eine Diskussion welche Herausforderungen sich bei der Einführung von Microservice-Architekturen im Kontext von KMUs mit kleinen Entwicklungsabteilungen ergeben.

16:50 „Zu Tode gerittene“ Architektur

Martin Salzl (Productwings Consulting)

Software altert „anders“. Auf den ersten Blick entwickelt sie keine Rostflecken, quietscht und klappert nicht. Sie wird über Jahre und Jahrzehnte weiterentwickelt und verändert, Auch auf den zweiten Blick sieht man Software oftmals nicht an, dass sie schon in die Jahre gekommen ist. Es sei denn man schaut etwas näher auf die „real existierende Architektur“ und den "real existierenden Code“. Hier kann man dann sehen, wie sehr die Architektur schon erodiert ist und wie sehr der Druck des Alltagsgeschäfts einem einstmals eleganten und zielgerichteten zerfleddert hat. Wenn man allerdings keine dauernde Architekturgovernance betreibt, wann soll dieser zweite Blick gemacht werden? Wir beschäftigen uns in diesem Vortrag mit den für das Management wesentlichen Zeichen und den Optionen, die bei einem „toten“ oder „sehr kranken Pferd“ zur Verfügung stehen.

17:20 Architecture Governance

Philipp Haubner (BMJ)

10 DevOps, 10 Produktarchitekten, 100+ Teammitglieder – Agile Softwareentwicklung funktioniert mit hoher Eigenverantwortung des jeweiligen Entwicklungsteams, braucht jedoch in einem komplexen Umfeld geeignete Regelkreise; nicht zuletzt auch um die wesentlichsten Quality Attributes des Gesamtsystems zu gewährleisten. Kontinuierliches Monitoring von Quality KPIs erlauben es den Überblick zu behalten, Fehlentwicklungen zu identifizieren und langfristig saubere Software-Architekturen sicherzustellen.


18:15 Legen wir den Fokus auf Sichtbarkeit!

Stefan Jakoubi (SBA Research gGbmH)

Man sollte meinen, dass wir im Jahr 2017 soweit sein sollten, dass Sicherheit in der Softwareentwicklung komplett eingebettet ist. Fakt ist allerdings, dass dies oftmals immer noch nicht der Fall ist und funktionale und sicherheitsrelevante Anforderungen getrennt betrachtet werden – vor allem, wenn es sich um die kontinuierliche Aufrechterhaltung des erforderlichen Sicherheitsniveaus dreht. Schauen wir uns an, wie wir für dieses Problem gemeinsam eine Verbesserung erreichen können!



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Di., 13. 06. 2017
13.00–18.00 Uhr

Microsoft Österreich, Am Europlatz 3, 1120 Wien

Teilnahmegebühr:

Bei freiem Eintritt. Anmeldung erforderlich.

Referenten

Stefan Toth (embarc Software Consulting GmbH), Wolfgang Kaufmann (Infonova), Bob Hruska (LieberLieber), Mag. Georg Buchgeher (Software Competence Center Hagenberg GmbH), Martin Salzl (Productwings Consulting), Philipp Haubner (BMJ), Stefan Jakoubi (SBA Research gGbmH),