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Studie 2011: Die Software- und IT-Dienstleistungsbranche

Die Software- und IT-Dienstleistungsbranche in Österreich – Studie 2011

Am 4. Juli 2011 wurde die neue Studie zur Software- und IT-Dientstleistungsbranche welche von der Computerwelt und CON•ECT Eventmanagement in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, den Future Network Cert und SBA Research durchgeführt wurde, im Rahmen eines Pressegesprächs präsentiert.

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Dr. Timo Leimbach, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Mag. Markus Klemen, Secure Business Austria Research, Mag. Bettina Hainschink, Conect Eventmanagement, Dr. Manfred Weiss, Computerwelt, Mag. Hans Müller, Future Network CERT

Dr. Timo Leimbach, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Mag. Markus Klemen, Secure Business Austria Research, Mag. Bettina Hainschink, Conect Eventmanagement, Dr. Manfred Weiss, Computerwelt, Mag. Hans Müller, Future Network CERT

Die Studie im Überblick

Potenzial zur Internationalisierung, Verdreifachung des Anteils an der Bruttowertschöpfung

Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere Software und IT-Dienstleistungen, sind heute aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Dabei wird leicht übersehen, dass insbesondere die Software- und IT-Dienstleistungsbranche in mehrfacher Hinsicht ein wesentlicher Faktor sowohl für die Wirtschaft als auch die Gesellschaft geworden ist. Dies zeigt auch die vorliegende Untersuchung für Österreich, die veranschaulicht, dass die Software- und IT-Dienstleistungsbranche:

  • in den letzten 20 Jahren ein eigenständiger und deutlicher Teil der österreichischen Wirtschaft geworden ist, der sich durch Wachstum, Dynamik und Innovationsfreude auszeichnet;

  • vor allem durch eine Vielzahl von kleineren, mittleren und einigen größeren Unternehmen getragen wird, die ihren Hauptsitz in Österreich haben und die in ihren jeweiligen Spezialisierungen auch international erfolgreich agieren;

  • in ihrer Entwicklung in Österreich im internationalen Vergleich dennoch zurückliegt, aber es durchaus Möglichkeiten gibt, das damit verbundene Potenzial auszuschöpfen; So sagt Dr. Timo Leimbach vom Fraunhofer Institut ISI: „Die Software- und IT-Dienstleistungsbranche ist ein Motor des strukturellen Wandels in Österreich. Im internationalen Vergleich zeigt sich aber, dass ihr Potential nicht völlig ausgeschöpft wird. Demgegenüber stehen eine Reihe positiver Anzeichen, die zeigen, dass es möglich ist, dieses zu nutzen."

  • jene Technologien zur Verfügung stellt, die als Querschnittstechnologie wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Gesamtwirtschaft ist und so zu Wachstum und Beschäftigung beiträgt.

So hat sich der Anteil an der Bruttowertschöpfung in den letzten 20 Jahren fast verdreifacht.

Software und IT-Dienstleistungsbranche - Innovationskräfte im europäischen Vergleich

Software und IT-Dienstleistungsbranche - Innovationskräfte im europäischen Vergleich

Keine Einbußen durch Finanzkrise – österreichische IT-Branche nach Deutschland innovativste in Europa

Diese positive Entwicklung wurde auch nicht von der weltweiten Finanzkrise 2008/2009 nachhaltig gestört. Dies geht deutlich aus der Entwicklung der weltweiten Märkte für Software und IT-Dienstleistungen hervor. Gerade der österreichische Markt und auch die österreichischen Unternehmen konnten sich gut behaupten, wobei die Gründe dafür sehr vielfältig sind. So zeigt die weiterführende Analyse der Märkte österreichischer Unternehmen, dass

  • der Markt in Österreich im internationalen Vergleich eher klein ist und durchaus noch über Wachstumspotential verfügt;
  • die österreichischen Unternehmen aber nicht nur auf diesem Markt, sondern auch auf anderen Märkten mit Erfolg tätig sind;
  • sich die Unternehmen bei der Internationalisierung vor allem, aber nicht ausschließlich, auf das benachbarte Ausland sowie Europa fokussieren, was im Vergleich zu anderen Ländern und Branchen nicht überraschend ist;

  • der Fokus vor allem auf dem Geschäftskundenbereich und staatlichen Abnehmern liegt als auf Endnutzern, was aber angesichts der Schwerpunktbildung im Bereich IT-Dienstleistungen nicht überrascht;
  • es bei der Kundenkonzentration und der fachlichen Spezialisierung große Unterschiede zwischen hoher und keine Konzentration beziehungsweise Spezialisierung gibt;
  • die sich abzeichnenden Veränderungen in der Branche durch neue Technologien wie Cloud und Mobile Computing neue Nutzerbedürfnisse und Konsumverhalten sowie sich ergebenden neuen Geschäftsmodellen verfolgt und aufgenommen werden.

Die österreichischen Unternehmen gehören nach den deutschen zu den innovativsten in Europa (Bild 2). Ebenso ist die Exportquote im europäischen Vergleich gut positioniert (Bild 3)

Zukünftige Entwicklungspotenziale – Chancen und Herausforderungen

Wie sich diese im Detail auf die Unternehmen als auch die Branche insgesamt auswirken ist noch offen und hängt von weiteren Entwicklungen ab, doch werfen diese sich abzeichnenden Veränderungen die Frage nach zukünftigen Entwicklungspotenzialen auf. Wesentlich sind dafür die Rahmenbedingungen für Innovationen und Wachstum, die eine zentrale Rolle in einer solch dynamischen Branche spielen. Deren Analyse zeigt einige Chancen und Herausforderungen für die Nutzung der zukünftigen Potenziale der Software- und IT-Dienstleistungsbranche in Österreich auf. Dazu zählen insbesondere:

  • die Verfügbarkeit finanzieller Ressourcen, wo beispielsweise in Österreich die Verfügbarkeit von Venture Capital generell eher gering ist, aber die Branche von dem verfügbaren Kapital stark profitiert;
  • die Verfügbarkeit von Humankapital, wo man in den letzten Jahren zwar aufgeholt hat, aber wo noch immer Verbesserungspotenziale existieren;
  • die Absorptionsfähigkeit neuer Technologien durch Unternehmen, Staat sowie Konsumenten und Bürger, die ein durchaus differenziertes Bild zeichnet;

  • die Gründungsbedingungen, wo die Affinität zu Gründer- und Unternehmertum sehr positiv ist, aber umständliche Prozeduren womöglich verhindern, dass dieses Potenzial ausgeschöpft wird.

Natürlich sollte es nicht Ziel sein, einzelne dieser Indikatoren zu optimieren, denn sie stehen untereinander sowie mit anderen Entwicklungen in Wechselwirkung. Jedoch sind sie geeignet einen ersten Eindruck zu vermitteln, wo weitere Analysen ansetzen können.

Die für diese Untersuchung verwendeten Daten stammen überwiegend aus zwei Quellen. Die erste Quelle besteht aus einer Analyse von Sekundärdaten, welche im wesentlichen Quellen wie offizielle Statistiken, Marktstudien, Technologieberichte und weitere Studien umfasste. Die zweite Quelle bildet eine Umfrage unter österreichischen Software- und IT-Firmen.

Kommentare zur Studie

Mag. Markus Klemen, Geschäftsführer SBA Research
„SBA Research unterstützt als Forschungszentrum die österreichische Softwareindustrie mit Forschungsarbeit im Bereich IT-Sicherheit. Die vorliegende Studie bietet einen hervorragenden Überblick über die gegenwärtige Gesamtsituation in Österreich im europäischen Kontext und der Positionierung der Unternehmen in diesem kritischen Bereich. Damit gibt sie IT-Unternehmen in Österreich ein wertvolles Werkzeug in die Hand um zukünftige Forschungsagenden noch effektiver zu bündeln, sowie auch neu entstehende Problematiken frühzeitig erkennen zu können. Für SBA Research als Know-How-Lieferant in zahlreichen Projekten der österreichischen Industrie ist Informationssicherheit als das zentrale Thema der nächsten Jahre anzusehen, speziell bedingt durch die rasante Entwicklung neuer Technologien wie Cloud-Computing oder Mobile Computing."

Herr Mag. (FH) Kuen von der Wirtschaftsagentur Wien ist der Meinung, dass „Die Studie zeigt, dass die österreichische IT-Branche besonders schnell und dynamisch wächst und einen grundlegenden Wandel durchläuft. Dies bedeutet auch ein Potenzial für neue Kunden und Produkte. Wir unterstützen seit Jahren diesen Trend. Mit dem IT-Cluster Wien und spezifischen Förderprogrammen hat die Wirtschaftsagentur Wien einen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung geleistet und wird auch in Zukunft auf neue Trends, wie Cloud und Mobile Computing, eingehen. Cluster sind eine starke Antwort auf komplexe und internationale Wachstumsmärkte. Die Wirtschaftsagentur Wien hat durch den IT-Cluster Wien ein hervorragendes Branchennetzwerk geschaffen, in dem Unternehmen noch besser auf diese Herausforderungen reagieren können."
www.wirtschaftsagentur.at

E-Health

E-Health ist jener Schlüssel im Gesundheitssegment, um die Qualität zu steigern, Abfolgen zu vereinfachen und zu beschleunigen und langfristig eine Kostenersparnis zu erzielen. Sei es in der unmittelbaren medizinischen Anwendung, der Adminis-
tration oder in der Gesundheitsinformation und Prävention. E-Health bedeutet schlichtweg Informationen über und für Patienten. Ziel ist es, durch einen sektoren- übergreifenden Einsatz moderner Informationstechnologien im Bereich des Gesundheitswesens die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern, patientenorientierte Angebote zu optimieren und Wirtschaftlichkeitspotentiale im Gesundheitssystem zu erschließen.
Die IT fungiert somit als technische Trägerschicht des gesamten Wertschöpfungs- prozesses. Dies bringt hohe Anforderungen an IT-Verantwortliche mit sich, denn diese benötigen neben ihrem fachlichen Know-How auch (Projekt-)Management- und Kommunikationswissen. Die Mitgliedstaaten der EU besitzen im E-Health-Bereich unterschiedliche Telematikaktivitäten, wobei sich die Frage nach deren Anwendungs- nutzen stellt. Außerdem existieren unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten für interoperable und grenzüberschreitende Prozesse sowie europaweite elektronische Dienste.

Trends in Marketing und Kommunikation

Derzeit werden laut deer Capgemini Executive Studie »Marketing & Sales Challenge 2007/2008« im Marketing- und Vertriebsumfeld hauptsächlich Internettechnologien (aktuelle Nutzung bei 57 Prozent), Analyse- und Data Mining-Tools (53 Prozent), Systeme zumKundenkontaktmanagement (53 Prozent), Marktforschungslösungen
(49 Prozent) sowie Datawarehouses und Data Marts (47 Prozent) genutzt. Eine Steigerung des Unternehmenswertes lässt sich vor dem Hintergrund endlicher Kosteneinsparungen langfristig nur durch profitables Wachstum erzielen. Die Unternehmen, die an der Capgemini-Studie teilgenommen haben, verfolgen dabei unterschiedliche Wachstumsstrategien wie Produktentwicklung, Diversifikation,
Marktdurchdringung und Marktentwicklung zur gleichen Zeit. Getrieben von den Wachstumsambitionen messen alle Befragten den Funktionen Marketing und Vertrieb einen hohen Stellenwert für den Unternehmenserfolg bei.

Green IT

Die Entwicklungsabteilungen vieler IT-Unternehmen sind schon seit Jahren damit befasst, ihre Produkte umweltverträglicher zu gestalten. Denn laut einer Unter- suchung der Gartner-Group »ist das weltweite IT-Equipment für zwei Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich. Das entspricht der Kohlendioxidmenge, die von den Flugzeugen in die Luft geblasen wird«. Kein Wunder also, dass das Schlagwort »Green IT« im Jahre 2008 noch an Wichtigkeit gewinnen wird.
»Green IT« beginnt bei der Konzeption von Produkten und zieht sich über den gesamten Lebenszyklus bis hin zur Entsorgung. Dazu gehört beispielsweise die Energieeffizienz von Servern, die Langlebigkeit von Druckern und die Verringerung des CO2-Ausstoßes. Bei diesem Ansatz geht es also auch um die Frage, was die Informationstechnologie zum Klima- und Umweltschutz im Unternehmen betragen kann. Simon Mingay, Research Vice-President von Gartner, erwartet, dass die Umweltfreundlichkeit von IT-Produkten bis 2009 ein wesentliches Beschaffungs- kriterium sein wird. Außerdem werden künftig verschärfte gesetzliche Vorschriften Unternehmen beim (Aus-)Bau von Rechenzentren und Kapazitäten einschränken. Auch die steigende Aufmerksamkeit von Konsumenten richtet den Blick der Industrie verstärkt auf das Thema. Aus diesem Grund sollten Unternehmen mögliche Auflagen einkalkulieren und alternative Pläne vorhalten.

Tagung: Business – Technologie – Mensch

Netzwerke von Menschen, Wissen und Prozessen
Der Schlüsselfaktor einer erfolgreichen Wirtschaft heute und morgen bleibt der Mensch! Um allen Anforderungen gerecht zu werden, Verhaltenskompetenz dem Team, dem Unternehmen, der Umwelt und letztlich sich selbst gegenüber zu zeigen, bedarf es der Kenntnis der  Vernetzung zwischen Informationstechnologie, Kommunikation, Wirtschaft, Politik und Bildung nach innen und außen.
CON•ECT Think!Future will

  • Zukunft gestalten
  • Wissen vermitteln
  • Ökonomische Chancen erkennen
  • Erfolgreiche Zusammenarbeit fördern
  • Den Erfolgsfaktor Mensch ins Zentrum rücken
  • Eine Kommunikationsplattform zum Erfahrungs- und Wissensaustausch aufbauen

CON•ECT Think!Future gibt einer ausgewählten Anzahl von internationalen Top-Entscheidern die einzigartige Möglichkeit, mit internationalen Know-how-Trägern in besonderer Atmosphäre Strategien für Business & Karriere abzuleiten.

Die Impulsreferate zu topaktuellen Trends wechseln sich mit parallelen Arbeitsgruppen ab, in denen Ergebnisse reflektiert und am Ende der Veranstaltung allen Teilnehmern vorgestellt werden.

Do., 15. Mär. 2012
CON•ECT Informunity
CI111505
Di., 24. Apr. 2012
CON•ECT Informunity
CI111507
Do., 26. Apr. 2012
CON•ECT Informunity
CI111509
Mi., 30. Mai. 2012
CON•ECT Informunity
CI111504
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