CON.ECT Eventmanagement lud in Kooperation mit dem Future Network, der österreichischen Computer Gesellschaft und dem Verband österreichischer Software Industrie zum Dialogforum „Neue Software-Trends – Application Management – Agile Entwicklung & Testen" am 15. September 2011 in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Österreich in Wien ein. Die Veranstaltung war inhaltlich höchst fachspezifisch und nicht nur auf Grund der kompetenten Moderation von Herrn Wolfgang Rohringer, sondern auch durch die technisch hochwertigen Beiträge der Referenten von Anbieter- und Anwenderfirmen wie IBM Österreich, Anecon Software Design und Beratung, Objentis Software Integration und UC4.
Die Anzahl von Applikationen hat in den letzten Jahren in einzelnen Unternehmungen erheblich zugenommen, dies führt gleichzeitig zu einem Zuwachs an benötigten Schnittstellen sowie Upgrades und Sicherheits-Patches. Die essentielle Herausforderung für Unternehmen ist hier die Betreuung und Pflege eben dieser Anwendungslandschaften. Darüber hinaus gehören technologische Entwicklungen an sich verändernden wirtschaftlichen und rechtlichen Bedingungen angepasst.
Application Lifecycle Management zeigt Ihnen, wie effiziente und agile Prozesse in der Softwareentwicklung vorangetrieben werden können. Die Notwendigkeit der Kostenreduktion in der IT sowie der bestmögliche interne Ressourceneinsatz verschaffen dem Thema »Application Management« Gehör.
Kennzahlenbasierte Steuerung von Geschäftszielen und -strategien: Business-IT-Alignment mit dem GQM+Strategies®-Ansatz
Ein Großteil der heutzutage angebotenen Produkte und Dienstleistungen wird maßgeblich durch Software realisiert und ist signifikant IT-basiert. Für Unternehmen wird es immer wichtiger, Software und IT als Treiber für Innovation und Wertschöpfung zu verstehen und ihren Wertbeitrag zu den wirtschaftlichen Zielen der Organisation klar belegen zu können. Der GQM+Strategies®-Ansatz unterstützt Firmen bei der durchgängigen Modellierung von Zielen und Strategien über alle Ebenen einer Organisation hinweg sowie bei der Entwicklung passender Kennzahlensysteme zur Überwachung und Optimierung. Die Anwendung von GQM+Strategies® führt zu einer präziseren Zielspezifikation und einer durchgängigen Abstimmung von Zielen und Strategien auf unterschiedlichen Ebenen der Organisation. Durch die systematische Ableitung eines integrierten Kennzahlensystems kann die Kontrolle der Zielerreichung und die Bewertung des Erfolgs oder Misserfolgs von Strategien signifikant verbessert werden. Die transparente Dokumentation von Zielen, Strategien und entsprechenden Kennzahlen unterstützt darüber hinaus die wirksame Kommunikation von Zielen und Strategien innerhalb des Unternehmens. Der Vortrag geht auf die Grundzüge des Ansatzes ein und illustriert die Vorteile an Hand von Praxisbeispielen aus verschiedenen Domänen.
Ein Beitrag von Dr. Adam Trendowicz vom Fraunhofer Institut.
Agile Software-Entwicklung – aber richtig!
Vor 10 Jahren wurde das agile Manifest veröffentlicht, das uns einen ziemlich radikalen Wertewandel in der Software-Entwicklung nahelegt. Aufgrund von vielen Erfolgsstories der frühen Befürworter agiler Ansätze sehen sich derzeit auch viele, eher traditionell ausgerichtete Organisationen – wie Banken, Versicherungen und Behörden – diese Methoden genauer an – allerdings mit der gebotenen Vorsicht. Dies gilt auch für Branchen mit hohen Sicherheitsauflagen, die gegenüber hoch iterativen Verfahren mit viel mündlicher statt schriftlicher Kommunikation zu Recht gesunde Skepsis aufbringen.
In diesem Vortrag zeigt Ihnen Peter Hruschka, wie Sie das Beste auf beiden Welten für Ihre Softwareentwicklung nutzen können. Modernes agiles Projektmanagement a la SCRUM, gepaart mit agilem Requirements Engineering und dem nötigen Mindestmaß an Software-Architekturarbeit sind die Bausteine zeitgemäßer Vorgehensmodelle, die Ihren Projekten für die nächsten Jahre Erfolg garantieren.
Ein Beitrag von Dr. Peter Hruschka, Atlantic System Guild.
Herr DI Christof Heiss von der IBM Österreich stellte die neueste, technologische Lösung der IBM vor.
Rational Team Concert, basierend auf der Jazz-Plattform, unterstützt jetzt jeden Plan, jeden Prozess und jede Plattform! Neue formale Planungsvorlagen unterstützen herkömmliche Projektphasen, während dagegen neue Risikomanagementfunktionen jetzt von jedem konventionellen, agilen oder hybriden Team verwendet werden können. Entwerfen Sie bessere Software durch die Einführung und Durchsetzung eines umfassenden Konzepts der agilen Softwareentwicklung vom Arbeitsbeginn über die Planung und die Entwicklung bis zur Kompilierung von Geschäftsanwendungen. Unterstützen Sie geografisch getrennte Teams mit Funktionen wie Kommunikation im Kontext, Ereignis-Feeds, integrierter Chat und automatische Rückverfolgbarkeit, die alle über einfachen E-Mail-Verkehr hinausgehen. Niedrigere Gesamtbetriebskosten für alle Entwicklungsprojekte durch Nutzung einer gemeinsamen, skalierbaren Infrastruktur, die gemeinsame Prozesse, gemeinsame Sicherheitsfunktionen und offene Integration und Services bereitstellt Einfache Umsetzung für einzelne Komponenten, als einheitliche Lösung oder als Begleitlösung für bestehende Infrastruktur.
Effiziente Testautomatisierung in agilen Projekten
Um immer komplexer werdende Softwaresysteme erfolgreich und nutzenoptimiert zu testen, ist die Erstellung und Durchführung strukturierter und risikobasiert priorisierter Testfälle zwar notwendig, aber längst alleine nicht mehr ausreichend. Die potentielle Menge an Testszenarien und Testvarianten sowie sich rasant ändernde Anforderungen an die Software und die damit erforderlichen Regressionstests erfordern den Einsatz von effizienz- und effektivitätssteigernden Testtechniken. Besonders deutlich wird dies in agilen Projekten, wo z. B. in SCRUM mit Ende eines jeden Sprints funktionierende Software erwartet wird. Um mit der Geschwindigkeit der Entwicklung schritthalten zu können, müssen in der Testdurchführung entsprechende Werkzeuge zum Einsatz kommen. Durch die hohe Anzahl der notwendigen Regressionen in agilen Projekten rechnet sich die Testautomatisierung früher als bei herkömmlichen ROI-Überlegungen.
Ein Beitrag von DI Manfred Baumgartner (Anecon Software Design und Beratung).
Agiles Software Testen Der Software-Test im Zeitalter der agilen Programmentwicklung
Unternehmen, die an einer Verbesserung ihres Software-Development-Life-Cycles (SDLC) interessiert sind, wenden sich immer häufiger agilen Entwicklungsmethoden zu. Am häufigsten ist hierbei Scrum an zu treffen. Für klassische Entwicklungsprozesse wie V-Modell, Rational Unified Process (RUP) oder V-XT sind in der letzten Dekade die Testprozesse beschrieben worden. Zertifizierungen, wie sie z. B. bei ISTQB® unterstützt werden, setzen auf den »Fundamentalen Testprozess« auf, noch mehr aber identifizieren sie unterschiedliche »Teststufen« wie Komponententest, Modultest, Integrationstest, Systemintegrationstest und Abnahmetest. Die meisten dieser Teststufen werden bei den klassischen Entwicklungsprozessen nur wenige Male, im besten Fall nur einmal durchlaufen.
Bei agilen Methoden herrscht manchmal die Fehlauffassung, dass das Thema Test mit den automatisch ablaufenden Unit-Tests erschöpfend behandelt ist. Oder die jeweilige Abnahme einer Funktionalität am Ende eines Entwicklungsinkrements durch den Auftraggeber wird als ausreichender Abnahmetest interpretiert.
Wie sieht es mit dem Test von nicht-funktionalen Qualitätskriterien aus? Wann sollen dieser durchgeführt werden? Später entwickelte Module können bereits durchgeführte Feasibility-Studies bedeutungslos werden, wenn die Komplexität der Software oder die Datenmenge, die verarbeitet muss, seit Beginn der Entwicklung stark vergrößert erscheint.
Ein Beitrag von Hans Hartmann (Objentis Software Integration).
Prozessimplementierung jenseits von Bewertungsmodellen
Bei der Implementierung von Prozessen hat sich in den letzten Jahren das Vorgehen herauskristallisiert, dass Prozesse entlang von Bewertungsmodellen (wie z. B. CMMI, SPICE, …) am Reißbrett zu entwerfen und in die Organisation zu bringen. Fehlende Akzeptanz und inperformante Prozesse sind die Folge eines solchen Vorgehens.
In diesem Vortrag stellen wir anhand einer Success-Story den Entwurf und die Implementierung von Prozessen unter hoher Mitarbeiterbeteiligung und unter bewusstem Ausschluss von Prozessmodellen vor. Vielmehr steht die klare Zielorientierung und Problemlösung durch das Einführen von Prozessen im Vordergrund.
Des Weiteren wird gezeigt, dass mithilfe dieser Vorgehensweise trotzdem gute Werte bei einem entsprechenden Prozess Assessment erreichen kann und diese Erfolge aufgrund der Beteiligung und Akzeptanz der Betroffenen auch nachhaltig sind. Diese Nachhaltigkeit reicht so weit, dass die Prozessorientierung zu einem Kulturfaktor wird, welcher immanent qualitätsfördernd wirkt.
Ein Beitrag von Dr. Bernhard Burger (UC4).
Das Dialogforum ist eine Plattform zur Unterstützung des Dialogs und innovativer Projekte zwischen Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Das Dialogforum, das mit Unterstützung der Wirtschaft stattfindet stellt den Beginn eines vierteljährlichen Veranstaltungszyklus zu aktuellen Themen der Verwaltungsmodernisierung und Informationstechnologie dar.
