»Die Kommunikation mit allen am Gesundheitswesen beteiligten Stellen zum Wohle der Patientinnen und Patienten ist dem Wiener Krankenanstaltenverbund ein großes Anliegen. Im Jahr 2008 haben wir auf diesem Gebiet einen großen Schritt vorwärts machen können. Gemeinsam mit unseren Partnern, der Wiener Ärztekammer und der Wiener Gebietskrankenkasse haben wir den Befundverbund aufgebaut und somit wichtige Vorbereitungen für eine reibungslose elektronische Kommunikation zwischen dem niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und den Spitälern
getroffen. Besonders erfreut bin ich auch über den Fortschritt im PIK-Projekt (patientenorientierte integrierte Krankenbetreuung), wo es gelungen ist, die Kommunikation zwischen Spitälern und betreuenden Sozialdiensten auch auf Spitäler, die nicht dem KAV angehören, auszudehnen. Das bestätigt, dass das PIK-Projekt ein wichtiges Thema anspricht.
Im Jahr 2009 wollen wir die elektronische Kommunikation mit dem niedergelassenen Bereich weiter ausbauen, sowohl im stationären Bereich als auch im ambulanten. Wir sind außerdem gespannt, welche Teilprojekte bei der Realisierung von ELGA relevant werden, und werden unsere EDV-Systeme schrittweise ELGA-fit machen. Durch den Geldmangel im Gesundheitswesen werden die Schwerpunkte zwar vermutlich in anderen Bereichen liegen, aber die Kommunikation zwischen den am Gesundheitswesen Beteiligten ist jedenfalls ein zentrales Thema, das wir IT-mäßig unterstützen müssen.
Verbesserungspotentiale sehe ich vor allem im Bereich der Medikation. Ich hoffe, dass es gelingen wird, den Arzneimittelsicherheitsgurt, der 2008 in Salzburg erprobt wurde, auf die Spitäler und die niedergelassenen Ärzte auszudehnen, um den vollen Nutzen dieses Instruments ausschöpfen zu können.«

